Ein Tag im Internet -
ein Tag der offenen Tür |
|
Ein Versuch, die virtuellen
Bedrohungen des Persönlichkeitsrechts anschaulich darzustellen
und die Ziele des Datenschutzes erlebbar zu machen.
Ein Projekt der Fachhochschule
in Ulm (Hochschule für Technik) in Zusammenarbeit mit Datenschutz-Experten
und Medien-Designern.
Die Arbeitsweise des menschlichen
Gehirns hindert uns daran, die Ziele des Datenschutzes unmittelbar
zu verstehen und die mit der Verletzung des Datenschutzes verbundenen
Gefahren ernst zu nehmen. Datenschutz mit Tatenschutz gleich zu
setzen ist deshalb eine allzu eingängige Betrachtungsweise.
Das Projekt versucht die
verborgenen Aspekte des Datenschutzes und seine gesellschaftliche
Bedeutung sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
Im Jahre 2001 brachte die
Berliner Volksbühne ihre viel beachtete Produktion "HamletX"
heraus. Hier wurde in einer Szene all das, was mit Maus, Tastatur
und Bildschirm hinterrücks von einem Internet-Surfer erfahrbar
war, auf einer riesigen Leinwand den Theaterbesuchern nachvollziehbar
präsentiert. In Anlehnung an diese Szene die auf beispielhafte
Weise das Fehlen jeder Privatheit im Internet deutlich macht, ist
ein Objekt entwickelt worden, welches interaktiv verschiedene Aspekte
des Datenschutzes erfahrbar machen soll.
Dieses Objekt kann in Technik-Museen
als interaktives Exponat aufgestellt werden. Es eignet sich aber
auch für andere öffentliche Räume, in denen das Thema
"Datenschutz" den Besuchern einmal auf eine etwas andere
(angenehmere) Weise nahe gebracht werden soll. Denn die Besucher
werden durch den spielerischen Umgang mit diesem Objekt besonders
eindrucksvoll die Gefahren eines Eingriffs in ihr Persönlichkeitsrecht
erkennen und auch vermeiden lernen.
So werden die Besucher nicht
nur an einem speziell präparierten Computer surfen und dabei
von einer Kamera von hinten über die Schulter beobachtet. Es
werden auch nicht nur deren Aktivitäten auf eine Großleinwand
übertragen. Diese Aktivitäten werden zusätzlich nach
den Methoden der Rasterfahndung ausgewertet und das Ergebnis den
surfenden Museumsbesuchern auf ihrem Bildschirm (und damit auch
auf der Großleinwand) allen Zuschauern präsentiert.
Über eine spezielle
Webseite können dann auch Surfer auf der ganzen Welt das Geschehen
am Ausstellungsobjekt verfolgen und auch auf das Geschehen einwirken.
Die Surfer am Objekt werden wie im wirklichen Leben diesen Aktivitäten
passiv ausgesetzt sein.
Das Projekt wird von Prof.
Dr. Gerhard Kongehl (Fachhochschule Ulm - Hochschule für
Technik) gemeinsam mit den Absolventen der Ulmer Datenschutzausbildung
Dipl. Ing. (FH) Ingo Maindorfer und Dipl. Ing. (FH) Jens
Klopp ausgeführt.
|